Freitag, 30. September 2011

meine Prüflinge und ich

prüfe gerade B1 Lerner. da sie gerade einen Brief schreiben müssen, warum blogge ich nicht und leide unter ihrer schreibmühe mit? kaum gedacht schon getan! na ja, mit dieser neuen app macht es auch Spaß -nein, wie furchtbar! klingt ja schon richtig wie Werbung!-
ist schon merkwürdig so als Prüfungsaufseherin zu arbeiten. an sich dürfte ich mich jetzt nicht mit etwas anderem beschäftigen...
es regnet draußen, Herbst lässt sich bemerkbar machen. ist schon ein hoher Ansatz zur Melancholie, denn im Hintergrund hört man auch passendes Klaviergeklimper, was die dunkle Stimmung so richtig in Fahrt bringt.
und ich würde lieber irgendwo im nassen Schottland sitzen als jetzt im nassen Istanbul. alles erinnert mich nur an Schottland zur Zeit. kann man sich in nur einer Woche in ein Land verlieben? ich bin es!

Freitag, 17. Juni 2011

wie verärgert man einen schwulen freund

heikles thema... ah nein, wie komme ich denn nur da drauf?
nun ja, lasst mich mal das leidchen von der seele runter reden -oder sagt man das nicht so?-. keine ahnung ob überhaupt jemand diese blog liest, auch egal, will mir selber nur das herz erleichtern. also jetzt ganz von vorne:
vor paar wochen lief mir da ein ganz lieber kerl in der bibliotherk übern weg. ich fand ihn auf anhieb sympathisch und hab auch die gelegenheiten nicht versäumt irgendwie ins gespräch zu kommen. doch wie es das schicksal wollte, war ich am ende doch schüchtern und fragte weder nach namen oder sonst nach einer anderen info, die einen weiteren kontakt ermöglicht hätten. gleich 5 minuten später hatte ich es bereut, aber war mir doch zu stolz hinter her zu laufen. so verlor ich ihn aus den augen.
doch heimarmene meinte es gut mit mir: ich war in einem film eines interessanten film festivals und bemerkte einen schönen mann, der sich erst 2 reihen vor mir hinsetzte, dann aber plötzlich, kurz bevor der film anfing, sich neben mich niederließ. während des filmes machte er so merkwürdige geräusch-kommentare, das ich ständig zu ihm rüberäugen musste. als der film zu ende war, lehnte er sich mir rüber und fragte prompt: hat ihnen der film gefallen? nach einem kurzen moment der bestürzung, konnte ich antwortern und wir kamen ins gespräch. und wie peinlich, es war der sympathische junge mann aus der bibliothek! und ich hatte ihn noch nicht mal wieder erkannt! wenigstens er hatte ein besseres gedächtnis!
eine zweite chance dar man sich doch nicht entgehen lassen! ich lud ihn sofort zu einem kaffee ein. wir verbrachten dann den ganzen restlichen abend zusammen. je mehr wir uns unterhielten, desto mehr sympathischer kam er mir vor, doch merkwürdigerweise verlor er an attraktivität. vielleicht war auch das antreffen auf einen seiner freunde, und die intimität zwischen den beiden jungen männern ein großer anlass dazu. doch um so mehr gefiel er mir als mensch. in der darauffolgenden woche trafen wir uns noch zwei mal, wo ich mir auch die möglichkeit nicht entließ ihn darauf anzusprechen, ob er denn nun schwul sei, was er auch bestätigte. mit der realität, dass er kein interesse an frauen hatte, entwichen auch die letzten krümel intergeschlechtlicher neigung einer viel tieferen tendenz zur freundschaft. doch irgendwie habe ich jetzt auch das gefühl, dass gerade diese freudnschaftliche weise mir einen viel zu wohlen umgang erlaubte und ich mich ohne hintergedanken an den menschen schmiegen liess, der anscheinend doch wohl selber bedenken hatte... oh, das ist doch wohl viel zu komplizert ausgedrückt. ich mache es genauer: dass dieser junge mann schwul war, gab mir auf eine seltsamte art einen freiraum, in dem ich mich dann freier bewegte. es waren keine hemmungen mehr vorhanden, die zwischen mann und frau hätten geben können, da man doch doch keine falschen hoffnungen dem gegenüber geben möchte, sobald man irgendwelche erwartungen vom anderen geschlecht spürt, diese aber nicht zu erwidern vermag. ja gerade diese barriere schien für mich endgültig behoben zu sein. an einem schwulen mann hätte ich kein interesse haben können, und er ja auch nicht an mir. was für eine befreiung für eine mann-frau-freundschaft! so wurde ich hemmungsloser, und sprach mir frei aus der seele heras, was aber gerade deswegen falsch interpretiert wurde und ein abrupten abschied veranlasste. jetzt sitze ich hier vor dem computer, traue mich nicht den neu liebgewonnen freund anzuschreiben, statt dessen schreibe ich zeilenweise einen total durcheinander geratenen text in meinem blog und hoffe von nicht vorhandenen lesern verstanden zu werden?!!!
na da kann ich wohl lange warten...

Samstag, 22. Januar 2011

Vollmond

Vollmond

Ein Omen
Nichtzusein
Voll mo nd
Vollmondän
Dämonvoll

Hierzusein
Dasein
Da Sein
Sein
All Ein
Allein?
Jain...

Ein Lebewohl
Ganz fein

Mittwoch, 12. Januar 2011

wenn man den mond mal andersrum sehen muss

auch das noch...

ich, der ja gerne mal hoch hinaus die sterne beobachten mag, auch wenn ich die errungenschaft eines teleskopes noch nicht zustande gebracht habe, hätte wohl mein leben verplempert ohne auf diese tolle einsicht kommen zu können. doch der weiße peter - und wir spielten schwarzer peter während dessen- vom schönen norden des erdteils hat mich eines besseren belehrt, denn ich dachte man sieht den zunehmenden / abnehmenden mond alle gleichberechtigt. aber so ist eben nicht!
unerhört! wir im armen süden dürfen noch nicht mal den mond aus der gleichen sicht wie die aus europa betrachten. wenn die es von linksrum betrachten können, müssen wir uns hoch rekeln und können nur den schönen hinterteil, halt eben untenrum den mond bestaunen.
und was kann man daraus erschließen?
na logo: selbst der liebe mond ist der meinung, wir sollten nur seinen allerwertesten beschnuppern oder noch besser: schlecken? dem sag ich aber ordentlich mal die meinung, wenn wir ihn mal von obenrum sehen werden, darauf seid gefasst!