Freitag, 17. Juni 2011

wie verärgert man einen schwulen freund

heikles thema... ah nein, wie komme ich denn nur da drauf?
nun ja, lasst mich mal das leidchen von der seele runter reden -oder sagt man das nicht so?-. keine ahnung ob überhaupt jemand diese blog liest, auch egal, will mir selber nur das herz erleichtern. also jetzt ganz von vorne:
vor paar wochen lief mir da ein ganz lieber kerl in der bibliotherk übern weg. ich fand ihn auf anhieb sympathisch und hab auch die gelegenheiten nicht versäumt irgendwie ins gespräch zu kommen. doch wie es das schicksal wollte, war ich am ende doch schüchtern und fragte weder nach namen oder sonst nach einer anderen info, die einen weiteren kontakt ermöglicht hätten. gleich 5 minuten später hatte ich es bereut, aber war mir doch zu stolz hinter her zu laufen. so verlor ich ihn aus den augen.
doch heimarmene meinte es gut mit mir: ich war in einem film eines interessanten film festivals und bemerkte einen schönen mann, der sich erst 2 reihen vor mir hinsetzte, dann aber plötzlich, kurz bevor der film anfing, sich neben mich niederließ. während des filmes machte er so merkwürdige geräusch-kommentare, das ich ständig zu ihm rüberäugen musste. als der film zu ende war, lehnte er sich mir rüber und fragte prompt: hat ihnen der film gefallen? nach einem kurzen moment der bestürzung, konnte ich antwortern und wir kamen ins gespräch. und wie peinlich, es war der sympathische junge mann aus der bibliothek! und ich hatte ihn noch nicht mal wieder erkannt! wenigstens er hatte ein besseres gedächtnis!
eine zweite chance dar man sich doch nicht entgehen lassen! ich lud ihn sofort zu einem kaffee ein. wir verbrachten dann den ganzen restlichen abend zusammen. je mehr wir uns unterhielten, desto mehr sympathischer kam er mir vor, doch merkwürdigerweise verlor er an attraktivität. vielleicht war auch das antreffen auf einen seiner freunde, und die intimität zwischen den beiden jungen männern ein großer anlass dazu. doch um so mehr gefiel er mir als mensch. in der darauffolgenden woche trafen wir uns noch zwei mal, wo ich mir auch die möglichkeit nicht entließ ihn darauf anzusprechen, ob er denn nun schwul sei, was er auch bestätigte. mit der realität, dass er kein interesse an frauen hatte, entwichen auch die letzten krümel intergeschlechtlicher neigung einer viel tieferen tendenz zur freundschaft. doch irgendwie habe ich jetzt auch das gefühl, dass gerade diese freudnschaftliche weise mir einen viel zu wohlen umgang erlaubte und ich mich ohne hintergedanken an den menschen schmiegen liess, der anscheinend doch wohl selber bedenken hatte... oh, das ist doch wohl viel zu komplizert ausgedrückt. ich mache es genauer: dass dieser junge mann schwul war, gab mir auf eine seltsamte art einen freiraum, in dem ich mich dann freier bewegte. es waren keine hemmungen mehr vorhanden, die zwischen mann und frau hätten geben können, da man doch doch keine falschen hoffnungen dem gegenüber geben möchte, sobald man irgendwelche erwartungen vom anderen geschlecht spürt, diese aber nicht zu erwidern vermag. ja gerade diese barriere schien für mich endgültig behoben zu sein. an einem schwulen mann hätte ich kein interesse haben können, und er ja auch nicht an mir. was für eine befreiung für eine mann-frau-freundschaft! so wurde ich hemmungsloser, und sprach mir frei aus der seele heras, was aber gerade deswegen falsch interpretiert wurde und ein abrupten abschied veranlasste. jetzt sitze ich hier vor dem computer, traue mich nicht den neu liebgewonnen freund anzuschreiben, statt dessen schreibe ich zeilenweise einen total durcheinander geratenen text in meinem blog und hoffe von nicht vorhandenen lesern verstanden zu werden?!!!
na da kann ich wohl lange warten...

1 Kommentar:

Alex hat gesagt…

Iuff schon vor elf Jahren passiert aber ja, ich würde gern bestätigen dass es jemanden gibt, der den Blog liest und sich das Erlebnis vorstellt